Wie BISMARCK endlich erfuhr, was das Wort «НИЧЕГО - Nitschewo» bedeutet
- Maren Kunst
- 18. März
- 2 Min. Lesezeit
Как БИСМАРК наконец-то узнал, что означает слово «НИЧЕГО»
Text: deutsch / russisch; Текст: немецкий / русский

Otto von Bismarck, lebte von 1859 bis 1862 während seiner Tätigkeit als Diplomat in Sankt Petersburg und lernte dort gleichzeitig die russische Sprache.
Er gestand einmal, dass er erst dann Russisch richtig sprechen und verstehen würde, wenn er die Bedeutung des Wortes «ничего» verstehen würde, was ihm offenbar sehr schwer fiel.
Er konnte einfach nicht verstehen, warum die Russen, wenn sie nach ihrem Alltag, dem Wetter, der Gesundheit, dem Geschmack von Essen, der Schönheit einer Frau oder dem Gefallen eines Buches gefragt werden, ständig mit «ничего» antworteten, was grob übersetzt eigentlich «NICHTS» heißt.
Eine Begebenheit jedoch half ihm, das Geheimnis des russischen "ничего" zu entdecken. Eines Tages heuerte er einen Kutscher an, bezweifelte aber, dass dessen Pferde schnell genug fahren würden.
«НИЧЕГО!» - antwortete der Kutscher und raste die Straße hinunter. Bismarck fing an sich zu sorgen: «Sie werden mich doch nicht abschmeißen?. Der Kutscher antwortete wieder: «НИЧЕГО!»

Bei hohem Tempo - der deutsche Herr hatte es ja offensichtlich eilig - kippte der Schlitten um, und Bismarck flog kopfüber in den Schnee und schlug sich das Gesicht auf. In seiner Wut schmiss er seinen Spazierstock aus Stahl nach dem Kutscher. Jener nahm jedoch eine Handvoll frischen Schnee, um Bismarcks blutendes Gesicht abzuwaschen, und sagte tröstend immer und immer wieder: «НИЧЕГО.... НИЧЕГО-oh!»
Endlich verstand Bismarck die Bedeutung dieses omnipräsenten Wortes der russisschen Sprache, und es beeindruckte ihn in seiner Tiefe und Bedeutung so sehr, dass er nach diesem Vorfall einen Ring aus dem Stahl des Stockes, der Zeuge dieses erkenntnisreichen Abenteuers wurde, anfertigen ließ und ihn mit der Inschrift: «НИЧЕГО» gravieren ließ.
Später erwähnte Bismarck, dass er in schwierigen Situationen oder anstrengenden diplomatischen Verhandlungen sich häufig damit beruhigte «ничего!» wie ein Mantra vor sich her zu brubbeln. Und als dem «Eisernen Kanzler» eine zu weiche Haltung gegenüber Russland vorgeworfen wurde, antwortete er:
«In Deutschland bin ich der Einzige, der «НИЧЕГО!» sagt, aber in Russland ist es das ganze Volk.»
Отто фон Бисмарка, который с 1859 по 1862 г.г., работая дипломатом, жил в Санкт-Петербурге и заодно изучал русский язык. Он признался, что заговорит на русском языке, когда освоит значение слова «ничего», которое давалось ему с трудом. Он никак не мог понять, почему русские при встрече на вопрос о жизни отвечают, что «живут ничего». Открыть секрет русского «ничего» помог ему один случай. Однажды он нанял ямщика, но усомнился, что его лошади могут ехать достаточно быстро. «Ничего!» - отвечал ямщик и понёсся по дороге.
Бисмарк забеспокоился: «Да ты меня не вывалишь?». Ямщик снова ответил: «Ничего!». Сани опрокинулись, а Бисмарк полетел в снег, разбив себе лицо. В ярости он замахнулся на ямщика стальной тростью, а тот загрёб ручищами пригоршню снега, чтобы обтереть окровавленное лицо Бисмарка, и всё приговаривал: «Ничего... ничего-о!». Бисмарк, наконец, понял значение этого слова, и оно так его поразило своей глубиной и многозначностью, что после этого происшествия он заказал кольцо из той самой трости с надписью латинскими буквами: «Ничего».
Впоследствии Бисмарк упоминал, что в трудные минуты он испытывал облегчение, говоря себе по-русски: «Ничего!». А когда «железного канцлера» упрекали за слишком мягкое отношение к России, он отвечал:
«В Германии только я один говорю «Ничего!», а в России — весь народ».
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